Corona und Menschen mit Behinderungen Ausgrenzung nimmt zu

Jahrzehnte lang haben Organisationen für die Rechte und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gekämpft. Die Teilhabe wurde immer mehr verbessert. Natürlich wurde noch lange kein optimales Ergebnis erzielt und allen Beteiligten war klar, das noch mehr und weiter um die Teilhabe gekämpft werden muss. Ein Beispiel ist die angedachte Heimpflicht für Intensivbeatmete Menschen.

Nun hat sich aber die Coronakrise in die Arbeit um Teilhabe eingeschlichen.

Hier wird den Menschen mit Behinderungen immer wieder die Teilhabe verwehrt. Und das zum Teil sehr massiv und aggressiv.

Mit den Kontaktbeschränkungen fing es an. Menschen mit Behinderungen wurden mit „Blicken“ bedacht, wenn sie einkaufen mussten oder auch einmal  ihre Freiheit im Park suchten.

Schlimm auch, das Hauhaltshilfen und Pflegekräfte nicht mehr kamen, dass die Einsamkeit größer wurde, das Assistenzen zum Teil nicht mehr geleistet werden konnten.

 

Mit der Maskenpflicht wurde die Diskriminierung der Menschen mit Behinderungen noch weiter geführt.

Die Verordnungen der Maskenpflicht werden von vielen Menschen, Geschäften und Institutionen nicht richtig gelesen.

In diesen Verordnungen steht, das Menschen mit Behinderungen, die einen Schwerbehindertenausweis besitzen und aus verschiedenen Gründen keine Maske tragen können, von der Pflicht befreit sind. Hier reichen der SB-Ausweis und eine nachvollziehbare Begründung aus.

Leider wird die Befreiung für Menschen mit SB-Ausweis nicht hinreichend kommuniziert. Sei es aus Unwissenheit oder Ignoranz, vielen Menschen wird hier der Zugang versperrt.

Teilweise muss man lange Diskussionen führen, teilweise wird man aggressiv abgewehrt. Es sind schon Menschen mit Behinderungen trotz Bescheinigungen aus Bussen und Geschäften vertrieben worden. Selbst Krankenkassen wissen nicht genau Bescheid und verlangen eine Bescheinigung. „Nur“ mit dem SB-Ausweis wird man nicht eingelassen (selbst erlebt).

Das ist Ausgrenzung einer großen Gruppe von Menschen.

Viele Menschen mit Behinderungen werden eine Maske tragen, auch in ihrem eigenen Interesse.

Aber viele Menschen mit Asthma, psychischen Behinderungen und anderen Krankheiten können einfach keine Maske tragen.

Da uns diese Verhältnisse aber wohl noch lange begleiten werden, müssen wir für die Akzeptanz werben.

 

Und auch die Regierungen und die Presse müssen immer wieder auf die Befreiung von Menschen mit Behinderung hinweisen.

 

Macht Menschen mit Behinderungen das Leben nicht schwerer als es durch Corona ohnehin schon ist.

 

Meinung des Redakteurs.

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